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Transponderverwendung

Gepostet am: 19. Dezember 2018
Kategorie: Sicherheit / Technik




An den Sicherheitsseminaren 2018 in Lenzburg und Ecuvillens wurde der Wunsch nach einer umfassenden Übersicht über alle Vorschriften laut, welche die Ausrüstung und den Gebrauch von Transpondern bei Ballonen betreffen. Der SBAV hat diese Übersicht erarbeitet und wird sie künftig aktualisieren, sobald neue Vorschriften bekannt werden. Zusammenfassend lässt sich nach Auffassung des SBAV Folgendes festhalten:

  1. Es besteht noch keine Vorschrift, welche als zwingende Ausrüstungsvorschrift zu verstehen ist. Die Tragweite der Regelung unter BOP.BAS.360 ist von den zuständigen Behörden diesbezüglich noch nicht abschliessend geklärt, könnte aber dahingehend ausgelegt werden.
  2. Für das Beantragen einer Clearance in den Lufträumen C und D scheint grundsätzlich ein Transponder Mode C noch genügend zu sein. Allerdings ist bereits für das Unterschreiten der grossen Wolkenabstände im oberen Band des Luftraums G (1000 ft AGL bis 2000 ft AGL) ein Transponder Mode S erforderlich.
  3. Ein Transponder Mode S ist auch für NVFR-Fahrten, wie auch für Nebelabflüge vorgeschrieben.

Aufgrund des Obenstehenden ist heute (zumindest) von einem faktischen Ausrüstungserfordernis mit einem Transponder auszugehen. Nach den Anpassungen der Wolkenabstandsvorschriften in der VRV-L aufgrund der SERA-Richtlinien ist es nach Ansicht des SBAV fraglich, ob eine Ausrüstung mit einem anderen Transponder, als mit einem Transponder Mode S, überhaupt sinnvoll ist.

Nach wie vor stehen Unterstützungsmittel aufgrund Art. 87b BV (Finanzhilfe für Sicherheit und Umwelt) zur Verfügung, die auch für die Anschaffung von Transpondern beantragt werden können. Nähere Informationen dazu befinden sich auf der Webseite des BAZL. Für nähere Auskünfte steht Balthasar Wicki zur Verfügung.